Die Kirchengemeinde ist eine sehr lebendige Gemeinde mit Kinderbibeltagen, einer Weihnachtswerkstatt und einem lebendigen Adventskalender für Kinder. Der Seniorenkreis findet monatlich von September bis Mai statt. Es gibt einen Kirchenchor und einen Posaunenchor. Gottesdienste im Sommer, auch unter freiem Himmel und an ungewöhnlichen Orten. Die Hirtenweihnacht ist einer der Höhepunkte im Kirchenjahr.
Advents- und Passionsandachten werden vom Gottesdienstkreis aktiv mitgestaltet.
Die evangelische Pfarrkirche in Horrweiler ist ein zentrales Element des Gemeindelebens und bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktivitäten für die 800 Mitglieder der Gemeinde Horrweiler- Aspisheim.
Die evangelische Pfarrkirche von Horrweiler ist ein geosteter, verputzter Saalbau mit steilem Walmdach auf einer Anhöhe am Südrand des Ortskerns. Im 14. Jahrhundert wurde die damalige Kirche zu einer Wehrkirche ausgebaut und zusammen mit dem benachbarten Friedhof befestigt. Im 15./16. wurde der spätgotische Saalbau errichtet und 1764 umfassend renoviert und barock überformt, wodurch die Kirche ihr heutiges Aussehen erhielt.
Im 15./16. Jahrhundert wurde auf den bestehenden Fundamenten eine neue Kirche im (spät-)gotischen Stil errichtet, die beispielweise mit den Rundbogenfenstern in der Südwand auch romanische Teile einschloss. Der genaue Zeitpunkt für diesen Neubau ist nicht überliefert. Bereits im 14. Jahrhundert – vermutlich zwischen 1320 und 1400 – war die Kirche und der benachbarte Friedhof zu einer Wehrkirche befestigt worden. Diese Wehranlage bestand aus einer breiten, mit Türmen und Schießscharten versehenen Ringmauer, die von einem Graben und einem mit Effen (Ulmen) bepflanzten Wall umgeben war. Über Jahrhunderte bot die Wehrkirche zusammen mit der übrigen Ortsbefestigung den Horrweiler Bewohner*innen in Notfällen Schutz. 1848 wurde die Befestigungsanlage der Wehrkirche teilweise zurückgebaut und im ehemaligen Graben Erdkeller („Kellergasse“) errichtet. Die Mauer und ein Großteil der Wehrtürme wurde abgetragen und heute ist von diesen nur noch der Torturm erhalten ist.
Dieser Torturm an der Nordostseite der Ringbefestigung wurde seit dem 16. Jahrhundert als Glockenturm genutzt. Der Bau ist im Kern spätgotisch und verfügt über drei Geschosse in einem längsrechteckigen Grundriss unter einem Krüppelwalmdach. Die Torbögen sind unterschiedlich groß und aus der Mittelachse verschoben. Eine von einem Meister Otto 1431 gegossene Glocke mit Darstellungen der Muttergottes und der Kreuzigung, sowie eine Renaissanceglocke sind heute noch erhalten. Der Turm wurde 1912 und 1966 umfassend saniert.
Die evangelische Kirche Horrweiler bildet zusammen mit Turm, Kirchhof und Wallgraben als bauliche Gesamtanlage eine Denkmalzone und ist eine der anschaulichsten erhaltenen Wehrkirchenanlagen der Umgebung.
Quelle: Die evangelische Pfarrkirche in Horrweiler - regionalgeschichte.net
(c) H. WiegersPfarrer Eric Kalbhenn
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